Donnerstag, 11. Juni 2015

We are too busy dancing to get knocked off our feet



Männertag heißt bei uns immer Mädelstag. Umso besser, dass an dem Tag auch noch das GNTM-Finale kam (hahaha, nicht), weil wir das sowieso schauen wollten. Nach alter Tradition haben wir uns also für eine Bachwanderung entschieden. Schön warm draußen, super Wetter = beste Voraussetzungen. Aber zuerst haben wir unseren mega fetten Brunch verdaut. Jule meinte dann so mal nebenbei: "Ey, das wird dann fei ganz schön abenteuerlich." Noch konnten wir darüber lachen.
Bepackt mit Rucksäcken, Gummistiefeln und allgemein ziemlich viel Krams, den wir nicht gebraucht haben, haben wir uns auf eine stundenlange Wanderung eingestellt. Die Laune wurde aber schnell von Froschattacken, nassen Füßen und Brennnesseln versaut. Meine Füße waren von Anfang an nass, aber zu meinen gummistiefellosen Leiden komme ich später.



Wie gesagt, allgemein war alles ziemlich schön und idyllisch. Aber natürliche Bäche sind eben nicht immer schön flach und leicht erreichbar. Gefühlt jede Minute mussten wir anhalten, um dann 5 min darüber zu diskutieren, ob wir uns eine bis zum Oberschenkel reichende Abkühlung gönnen oder lieber von Brennnesseln zerstochen werden. Wie man sieht, hat sich Jules Daumen nach oben schnell in einen Stinkefinger verwandelt, als sie ein Frosch fast angehüpft hätte. Direktes Zitat: "Boah, ich hab kein Bock mehr. Du bist schuld, Eva!"



Wenn ich schon mal so beim Erzählen bin, kann ich auch gleich etwas beichten: Unter "Bachwanderung" habe ich mir eigentlich vorgestellt, dass wir an einem Bach entlang wandern und nicht in ihm. Etwas verwirrt war ich also dann, als Annika frühs uns noch fragte: "Hat denn jemand von euch noch Gummistiefel?" So kam es dann auch dazu, dass ich nur Plastikbadelatschen an hatte und meine Füße deswegen diese schöne rote Farbe angenommen haben, wenn sie nicht gerade voll Schlamm waren. Das Wasser war echt so kalt.
Wir laufen also so circa 45min (länger kann es echt nicht gewesen sein), bevor wir uns nach einem geeigneten Plätzchen umsehen, den Bach zu verlassen. Dann kam ein kurzes Päuschen auf festem, und nicht flüssigem, Untergrund, bevor wir wieder nach Hause sind. Dort wurde dann noch eine fette Danceparty im Garten eingelegt, deren Fotos aber viel zu peinlich sind, um sie zu zeigen.