Montag, 23. Mai 2016

everyday college life II


(I) Tübinger Marktplatz. Man sieht, dass ich die Belichtungszeit nächstes Mal vielleicht etwas kürzer einstellen muss. (II) Die neue Aula unserer Uni. Mit Abstand das schönste Gebäude, aber leider hab ich dort nie Vorlesung. Manchmal lauf ich einmal quer durch, um schnell auf die andere Straßenseite zu kommen. (III) Sicht von der Neckarbrücke auf den Neckar. Das ist eine der besten Aussichten, die man in Tübingen bekommen kann. Besonders wenn die Sonne scheint, an den Geländern prall gefüllte Blumenkästen hängen, sehr viele Menschen auf der Mauer rechts vom Bild ein Eis essen und auf dem Neckar jede Menge Tretboote und Stocherkähne unterwegs sind.
Btw, diesen Donnerstag ist da das Stocherkahnrennen, was immer sehr spannend sein soll. Vielleicht nehm ich meine Kamera da mal mit.

Freitag, 13. Mai 2016

a big surprise




Stellt euch folgende Ausgangssituation vor: Luisa, Triz und Annika sind seit September und noch bis Juni in Australien. Julia ist daheim in Thüringen. Ich bin in Tübingen. Traditionell verbringen wir den Männertag immer zusammen. Wir wandern irgendwo hin oder schauen Filme oder machen super leckeres Sushi. Offensichtlich ging das dieses Jahr nicht. Dachte ich jedenfalls. Vor ein paar Wochen hatte ich meine Mitbewohnerinnen, die ihr im letzten Post ein bisschen kennengelernt habt, gefragt ob, wir nicht was zusammen machen wollen. Also haben wir uns dann an dem Tag spontan entschieden, in den Park in der Innenstadt zu fahren und dort ein entspanntes Picknick mit Nudelsalat, Obstsalat und Schokomuffins zu machen. Die Atmosphäre war so ausgelassen und das Wetter so schön, dass man einfach nicht anders konnte, als zufrieden und glücklich zu sein. Lara, Annelie und ich spielen also gerade eine packende Runde Phase 10, als es passiert. Auf einmal steht ein Mädchen mit Sonnenbrille am Rand unserer Picknickdecke und sagt: "Hey, kann ich mich zu euch setzen? Ich hab auch was zu essen dabei." Da ich nie kostenloses Essen und neue Bekanntschaften ausschlagen würde, war ich kurz davor "ja, klar!" zu sagen. Aber dann fällt mir auf, dass das Mädchen Jule verdächtig ähnlich sieht. Und auch genau wie sie klingt. Und dann merke ich nur, wie mir mein Gesicht total entgleitet, was echt ein komisches Gefühl ist. Meine ganze Reaktion passiert in so ungefähr 3 Sekunden, bis ich dann doch aufspringe und Jule umarme. Als sie dann sagt: "Ich hab noch eine Überraschung für dich" kann ich schon ahnen, was als nächstes kommt. Nämlich 3 lachende Freundinnen, die hinter einem Busch hervorspringen und von denen ich dachte, dass ich sie erst in einem Monat sehen werde. Ich stoße wahrscheinlich irgendeinen komischen Quiekslaut aus und für die nächste Minute umarmen wir uns, während mir Freudentränen aus den Augen kullern. Ich war sooo glücklich, ohne Scheiß.
Wir haben dann noch ein bisschen im Park gesessen, bevor ich eine kurze Stadttour gegeben habe. Wir sind zum Schloss hoch gelaufen und haben abends noch alle gemeinsam in einem wirklich guten Restaurant gegessen und Cocktails geschlürft. Nachts haben wir zu fünft in meinem 10m² Zimmer geschlafen, was bedeutet, dass der gesamte Boden mit Luftmatratzen belegt war. Und am nächsten Morgen haben wir gemeinsam gefrühstückt, bevor sie zu viert wieder los gefahren sind.
Ich kann schlecht beschreiben, wie es war, seine besten Freundinnen so unerwartet nach 8 Monaten wieder zu sehen (okay, außer Jule :D) Mein Auge hat gesehen, dass sie vor mir stehen und irgendwo in meinem Gehirn ist dieser Reiz auch angekommen. Aber gleichzeitig war ich mir soo sicher, dass sie noch in Australien sein müssen. Ich hab förmlich gespürt, wie die beiden Gedanken in meinem Hirn konkurriert haben, ohne Mist. Das wollte ich noch schnell schreiben, weil es auch so ein seltsames Gefühl ist, seinen eigenen Augen wortwörtlich nicht zu trauen. Eva out.

PS: wow, ziemlich lang geworden. Im nächsten Post zeig ich ein bisschen mehr von Tübingen und meiner Uni!

Samstag, 7. Mai 2016

everyday college life I



Letztens hab ich meinen Mitbewohnerinnen, Lara und Annelie, von meinem Blog erzählt, worauf sie sehr unspektakulär einfach mit: "Schreib doch mal über uns!" geantwortet haben. (Was mich sehr an Perks of being a Wallflower erinnert hat, haha). Ich habe jedenfalls so, so großes Glück gehabt und bin mit Leuten in eine Wohnung gekommen, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin. Das ist alles andere als selbstverständlich im Wohnheim. Insgesamt wohnen wir zu fünft in einer WG, aber mit Lara und Annelie verstehe ich mich am meisten. Wir haben alle letztes Wintersemester angefangen zu studieren, kommen aber aus ganz verschiedenen Fachrichtungen (und Bundesländern). Deshalb ist es immer wieder spannend, wenn jemand von seinem Unialltag erzählt. Besonders wenn ich einen miesen oder stressigen Tag hatte, ist es schön zu den beiden heimzukommen. Manchmal schnippeln sie schon das Abendessen in der Küche, manchmal machen wir auch einen Spieleabend oder reden nur so zwischendurch. Es ist alles so wunderbar unkompliziert und lässig, was mir echt gefällt. Danke dafür! :)

PS: Letzten Donnerstag (Männertag) ist etwas so unglaubliches passiert, worüber ich im nächsten Post erzählen werde! (Analoge Bilder müssen entwickelt werden.) Vielleicht könnt ihr euch schon ein Stück weit denken, mit wem es zu tun hat, wenn ihr euch daran erinnert, was an den letzten Männertagen immer so abging :D

Sonntag, 1. Mai 2016

a visit to Bayreuth


Vor ein paar Wochen, als ich noch Semesterferien hatte -sigh- , hab ich Sophie besucht, die mittlerweile in Bayreuth studiert. Es ist immer noch so ungewohnt, wenn ich daran denke, dass wir alle in unterschiedlichen Städten in ganz Deutschland wohnen oder wohnen werden. Ich vermisse die Schulzeit nicht, aber ich vermisse auf jeden Fall die Leute, die ich dort jeden Tag gesehen habe. Jedenfalls hat mich Sophie für 4 Tage in ihre Crib eingeladen, die anders als meine, sich nicht im Studentenwohnheim befindet und somit größer als 10m² ist. Wir haben die Zeit damit verbracht, durch die Stadt zu schlendern, uns überaus symmetrische Parks anzuschauen und in ein Museum über Erdgeschichte zu gehen. Dort musste Sophie so oft von mir zu hören bekommen: "Weißt du was das coolste an diesem Mineral ist?" oder: "Das Gestein hätte ich auch so erkannt" oder: "Das musste ich alles für die Klausur lernen, aber jetzt hab ichs wieder vergessen, haha." Das beste an dem kleinen Museum war aber ein Raum, der an allen Seiten Spiegel hatte und der die Atomstruktur von Gold darstellen sollte. Abgefahren. Im vorletzten Foto seht ihr noch Sophies süße Mitbewohnerin Annika, die auch immer dabei war. Es war echt schön bei euch! :)